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    Professur für Entwicklungspsychologie

    Forschung

    Die Entwicklung kognitiver Filmverarbeitung 2: Zweiter Antragszeitraum 2015-2018

    Die Entwicklung kognitiver Filmverarbeitung: Zweiter Antragszeitraum 2015-2017

    Projekt gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

    In diesem Projekt untersuchen wir, inwieweit sich verschiedene Darbietungsarten (schriftlicher Text, auditiver Text, audtiver Text + Bilder) auf die kognitiven Verarbeitungsprozesse und das Verständnis der dargebotenen Inhalte bei Kindern unterschiedlicher Altersstufen auswirken. Das zentrale Ergebnis der ersten Projektphase besagt, dass insbesondere Erstklässler einen auditiv dargebotenen Text besser verstehen, wenn sie den Inhalt darstellende Bilder dazu sehen. In den Klassenstufen 4 und 6 scheint die Darbietungsform keinen entscheidenden Einfluss zu haben, während wir in unserer erwachsenen Stichprobe bei schriftlicher Darbietung das beste Textverständnis nachweisen konnten.

    Nachdem wir uns in der ersten Projektphase auf statische Bilder beschränkt haben, liegt der Fokus in der zweiten Projektphase auf dem (zusätzlichen) Nutzen animierter Bilder. Geplant sind drei Experimente, in denen mit dem Aufbau mentaler Situationsmodelle, der Herstellung lokaler und globaler Inferenzen und der mentalen Repräsentation von Bewegungsinformationen jeweils ein anderer wichtiger Aspekt des Textverstehens fokussiert wird. Da diesbezüglich während des Grundschulalters enorme Entwicklungen stattfinden, sind Untersuchungen mit Schülern der ersten, zweiten und vierten sowie sechsten Klassen und teilweise auch mit Erwachsenen geplant.

    Medien und gesellschaftlicher Wandel: Medienkompetenz im Jugend- und frühen Erwachsenenalter als Resilienzfaktor (2013-2017)

    Medien und gesellschaftlicher Wandel: Medienkompetenz im Jugend- und frühen Erwachsenenalter als Resilienzfaktor (2013-2017)

    Projekt gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbunds „Fit for Change“ .

    Unter einer (entwicklungs-)psychologischen Perspektive kann Resilienz als eine (Anpassungs-) Fähigkeit aufgefasst werden, die eigene Entwicklung trotz möglicher  ungünstiger Umstände zu bewältigen. Da Medien in Prozesse des permanenten dynamischen Wandels unterschiedlicher Bereiche der Gesellschaft genuin eingebunden sind und diese oft gar mit bedingen und entscheidend akzentuieren, wird es zu einem notwendigen Resilienzfaktor von Individuen, sich kompetent mit Medien auseinandersetzen zu können. In dem Projekt soll die Entwicklung der Medienkompetenz Jugendlicher und junger Erwachsener im Rahmen einer Längsschnitterhebung mittels eines zu entwickelnden computergestützten Online-Medienkompetenztests untersucht werden. Ziel ist es die Annahme zu überprüfen, ob Medienkompetenz einen Resilienzfaktor für beschleunigte gesellschaftliche Veränderungsproesse darstellt. Dazu werden zusätzlich relevante kognitive und sozial- emotionale Variablen erfasst. Aufgrund der Ergebnisse soll schließlich ein Medienkompetenztraining für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt und einer ersten Evaluation unterzogen werden. Hierfür wird es im Hinblick auf ihre Wirksamkeit mit anderen Kontrollgruppen verglichen.

    Siehe auch:

    www.forchange.de

    www.bayfor.org/de/geschaeftsbereich/forschungsverbuende/welt-der-kultur/forchange.html

    Die Entwicklung kognitiver Filmverarbeitung 1: Erster Antragszeitraum 2012-2015

    Die Entwicklung kognitiver Filmverarbeitung: Erster Antragszeitraum 2012-2015

    Projekt gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

    Informationen werden im Vorschul- und Grundschulkindern zunehmend durch Filme zur Verfügung gestellt. Dazu zählen Bildungsprogramme im Fernsehen und Lehrfilme im schulischen Kontext. Bislang existieren jedoch kaum Untersuchungen zur Frage, welche grundlegenden kognitiven Prozesse beim Ver­stehen von (Lehr-)Filmen bei Kindern überhaupt ablaufen. So ist insbesondere offen, ob und inwiefern Filme für Nutzer im Vor- und Grund­schulalter die Möglichkeit eröffnen, Sachverhalte gegenüber anderen Präsentationsformaten wie auditive Präsentationen oder schriftliche Texte verständlich zu vermitteln. In dem Projekt wird die Entwicklung der Verarbeitung audiovisueller Texte (Film) bei Vor- und Grundschülern untersucht werden. Im Rah­men von drei Experimenten mit 6-, 8-, 10-jährigen Kindern und Erwachsenen soll der Einfluss audiovisueller Präsentationsformen mit auditiven und bei älteren Probanden mit schriftlichen Präsentationsformen direkt verglichen werden. Um die kognitiven Verarbeitungsprozesse abzubilden, die während der Textverarbeitung ablaufen, sollen Online-Maße zur Anwendung kommen. Betrachtet werden diejenigen Prozesse, die gemäß der psychologischen Textverste­hensforschung für das Textverständnis besonders relevant sind. Es handelt sich um Prozesse beim Aufbau mentaler Situationsmodelle, bei der Herstellung von Textkohärenzen, beim Aufbau analoger Vorstellungen sowie um die Funktion und Auslastung des Arbeitsgedächtnisses beim Textverstehen. Das erzielte Befundmuster soll die eigene Annahme testen, dass durch filmische Präsentationsformen die für das Textverständnis relevanten kognitiven Prozesse frühzeitig aufgebaut und gefördert werden. Im Verlauf der Entwicklung sollten zunehmend auditive und später schriftliche Texte an Bedeutung gewinnen.

    Der Erwerb medialer Zeichenkompetenz im Vorschul- und Grundschulalter: Grundlagen und Förderung (2006-2010)

    Der Erwerb medialer Zeichenkompetenz im Vorschul- und Grundschulalter: Grundlagen und Förderung (2006-2010)

    Projekt gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

    Es wird häufig gefordert, Kindern frühzeitig "Medienkompetenz" zu vermitteln. Doch es ist noch relativ wenig über die Entwicklung dieser Fähigkeit im Vor- und Grundschulalter bekannt. Im Projekt wurde die Entwicklung eines Kernbereichs von Medienkompetenz untersucht werden, nämlich die Kompetenz, mediale Zeichensysteme zu verstehen. Im Rahmen einer Längsschnittstudie mit ursprünlich N=192 4-jährigen Kindern wurde die mediale Zeichenkompetenz mit Hilfe eines umfassenden computergestützen Online-Tests bis zum Beginn der Grundschulzeit in einem halbjährigem Abstand erfasst. Sowohl Lese-Rechtschreibkompetenz als auch mathematische Kompetenzen Ende der ersten Klasse (6. Messzeitpunkt) werden durch mediale Zeichenkompetenz positiv beeinflusst. Damit konnte erstmalig der Nachweis erbracht werden, dass mediale Zeichenkompetenz den späteren Erwerb bildungsrelevanter Fertigkeiten vorherzusagen und zu fördern erlaubt. Weitere Studien zeigten, dass Kinder mit hoher medialer Zeichenkompetenz Lernmedien effizienter nutzen (z.B. Hypertexte und Lehrfilme). Medienkompetenz wirkt sich also im Vorschulalter günstig aus. Eine Eye-Tracking-Studie mit 4-, 6- und 8-jährigen Kindern lieferte darüber hinaus Evidenz für eine kritische Zeitspanne des Erwerbs filmbasierter Medienkompetenz zwischen 4 und 8 Jahren. Das Projekt wurde in Kooperation mit der TU Chemnitz durchgeführt.

    Effekte der frühen Förderung mathematischer Kompetenzen 2: Zweiter Antragszeitraum 2006-2008

    Effekte der frühen Förderung mathematische Kompetenzen: Zweiter Antragszeitraum 2006-2008

    Projekt gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

    Im Bereich mathematischer Kompetenzen wurde ein Programm zur Frühförderung mathematischer Kompe­tenzen entwickelt ("Mengen, zählen, Zahlen" [MZZ]; Krajewski, Nieding & Schneider, 2007), dass auf neuen Erkenntnissen der Entwicklungs- und Neuropsychologie aufbaut, die nahe legen, dass für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen das Verständnis von Mengen mit dem Verständnis von Zahlen zu integrieren ist. Im Rahmen einer Längsschnittstudie konnte gezeigt werden, dass neben mengen- auch zahlbezogenes Vorwissen zu den zentralen Vorläuferfertigkeiten für den Mathematikerwerb in der Grund­schule zählt. Das Programm wird bundesweit im letzten Kindergartenjahr von Erzieherinnen mit Kleingruppen durchgeführt (8 Wochen à 3 halbstündige Sitzungen). Das Programm wurde in einer Längsschnittstudie mit 260 Vorschulkindern auf seine Wirksamkeit überprüft (Krajewski, Nieding & Schneider, 2007). Die Kontrollgruppen erhielten entweder ein allgemeines Denktraining oder ein anderes mathematisches Förderprogramm. Eine vierte Gruppe wurde nicht trainiert. Im Ergebnis dieser Studie zeigen die Kinder der MZZ-Gruppe kurz- und langfristig einen größeren Zugewinn im Bereich der Mengen-Zahlen-Kompetenzen als die anderen Gruppen.

    Effekte der frühen Förderung mathematischer Kompetenzen 1: Erster Antragszeitraum 2004-2006

    Effekte der frühen Förderung mathematischer Kompetenzen: Erster Antragszeitraum 2004-2006

    Projekt gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

    Im Bereich mathematischer Kompetenzen wurde ein Programm zur Frühförderung mathematischer Kompe­tenzen entwickelt ("Mengen, zählen, Zahlen" [MZZ]; Krajewski, Nieding & Schneider, 2007), dass auf neuen Erkenntnissen der Entwicklungs- und Neuropsychologie aufbaut, die nahe legen, dass für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen das Verständnis von Mengen mit dem Verständnis von Zahlen zu integrieren ist. Im Rahmen einer Längsschnittstudie konnte gezeigt werden, dass neben mengen- auch zahlbezogenes Vorwissen zu den zentralen Vorläuferfertigkeiten für den Mathematikerwerb in der Grund­schule zählt. Das Programm wird bundesweit im letzten Kindergartenjahr von Erzieherinnen mit Kleingruppen durchgeführt (8 Wochen à 3 halbstündige Sitzungen). Das Programm wurde in einer Längsschnittstudie mit 260 Vorschulkindern auf seine Wirksamkeit überprüft (Krajewski, Nieding & Schneider, 2007). Die Kontrollgruppen erhielten entweder ein allgemeines Denktraining oder ein anderes mathematisches Förderprogramm. Eine vierte Gruppe wurde nicht trainiert. Im Ergebnis dieser Studie zeigen die Kinder der MZZ-Gruppe kurz- und langfristig einen größeren Zugewinn im Bereich der Mengen-Zahlen-Kompetenzen als die anderen Gruppen.

    Die Entwicklung der räumlichen Vorstellung beim Kinde: Ein medienpsychologischer Ansatz im Rahmen der kognitiven Entwicklungspsychologie

    Die Entwicklung der räumlichen Vorstellung beim Kinde: Ein medienpsychologischer Ansatz im Rahmen der kognitiven Entwicklungspsychologie

    Forschungsinitiativprojekt, gefördert von der Technischen Universität Berlin

    In dem Projekt wurde der Frage nachgegangen, ob sich räumliche kognitive Operationen von Kindern durch die Anbindung von Raumanordnungen an filmische Ereignisstrukturen fördern lassen. Dazu wurde ein selbst entwickeltes Messverfahren, das Bildmaskenverfahren, entwickelt. Mithilfe eines Rechners wird dabei über ein Videobild eine verdeckende schwarze Maske gelegt. Ein quadratischer Aus­schnitt dieser Maske bleibt ausgespart. Durch diesen Ausschnitt, das Bildfenster, kann das darunter lie­gende Videobild weiter betrachtet werden. Das Bildfenster lässt sich von den Probanden mittels eines Joysticks bewegen. Gefundene Ergebnisse zeigten, dass bereits 5-jährige Kinder ihre Maskenbewegungen bei narrativen Filmen stärker an der Ereignis­struktur der Erzählung als an der räumlichen Komplexität ausrichten, Filmmontage ist demnach für das Ver­stehen wichtiger als Mise en Scène (Bildaufbau). Zudem konnte Evidenz dafür geliefert werden, dass bestimmte Ereignisdarstellungen im Film die räumliche Perspektivenkoordina­tion von Vorschulkindern unterstützen und dass die Perspektivenkoordination auch mit Hilfe filmi­scher Materialien trainierbar ist.

    Kontakt

    Professur für Entwicklungspsychologie am Lehrstuhl für Psychologie IV
    Röntgenring 10
    97070 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-86065
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