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    Lehrstuhl für Psychologie IV - Pädagogische Psychologie

    Laufende Forschungsprojekte

    Entwicklung und Evaluation eines Screeningverfahrens zur Früherkennung von Lese-/ Rechtschreibschwierigkeiten

    Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Schneider
    Projektmitarbeiter (Würzburg): Dipl.-Psych. Darius Endlich, Dr. Petra Küspert, Prof. Dr. Wolfgang Lenhard und PD Dr. Peter Marx
    Fördernde Organisation: Hogrefe-Verlag
    Projektlaufzeit: 2015-2018

    Eine möglichst frühzeitige Identifikation von Kindern mit späteren Problemen im Lesen und Rechtschreiben gilt als Königsweg in der Prävention von Lernstörungen. Mit der Entwicklung des „Würzburger Screenings zur Früherkennung von Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten“ wird das Ziel verfolgt, domänenspezifische Vorläuferfertigkeiten des Schriftspracherwerbs (wie etwa die phonologische Informationsverarbeitung sowie die Buchstabenkenntnis) bereits im letzten Kindergartenjahr zuverlässig zu erfassen. Die Normierung des in Anlehnung an den WVT entwickelten Screeningverfahrens erfolgt anhand einer Stichprobe von ca. 300 Kindern zu zwei Erhebungszeitpunkten im Kindergarten (10 bis 11 Monate sowie 4 bis 5 Monate vor Einschulung) mit anschließenden Follow-up-Untersuchungen in den ersten beiden Schulklassen.


    Sprache und Studienerfolg bei Bildungsausländer/-innen

    Projektleitung: Dr. Katrin Wisniewski (Herder-Institut, Universität Leipzig) und Prof. Dr. Wolfgang Lenhard
    Projektmitarbeiterin (Würzburg): Jennifer Seeger, M.Sc.
    Fördernde Organisation: BMBF
    Projektlaufzeit: 2017-2020
    Projekthomepage: SPRASTU

    Die Internationalisierungsbemühungen an deutschen Hochschulen haben zu einer deutlichen Zunahme von Bildungsausländern an deutschen Universitäten geführt. Dieser erwünschten Entwicklung steht eine hohe Abbruchrate in dieser Studierendenpopulation gegenüber. Ziel des Projekts ist die Untersuchung der Bedingungen für Studienerfolg bzw. Studienabbruch. Hierfür werden als potentielle Bedingungsfaktoren sprachliche Kompetenz, Bildungssprache, Lernregulation und metakognitive Fähigkeiten mehrebenenanalytisch und längsschnittlich untersucht, um Ansatzpunkte für eine Verbesserung der Studienberatung und der Studieneingangsphase zu finden.


    Evidenzbasierte Förderung von Lesefähigkeiten in der Grundschule

    Projektleitung: Prof. Dr. Marco Ennemoser (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) und Prof. Dr. Tobias Richter
    Projektmitarbeiterin (Würzburg): Dr. Bettina Müller
    Fördernde Organisation: BMBF
    Projektlaufzeit: 2010-2013 und 2014-2017

    Das Projekt untersucht die kognitiven Wirkmechanismen bei der Förderung leseschwacher Grundschüler(innen) der Klassenstufen 2 bis 4. Dazu werden verschiedene Interventionen zur Steigerung der Lesekompetenz entwickelt und deren Auswirkung auf kognitive Prozesse des Leseverstehens auf der Wort-, Satz- und Textebene mit längsschnittlichen Experimental-Kontrollgruppen-Designs untersucht. Im Mittelpunkt der laufenden Förderperiode steht im Würzburger Teilprojekt die Erprobung eines silbenbasierten Trainings, das die direkte visuelle Worterkennung anhand orthographischer Repräsentationen fördern soll.


    Entwicklung und Zusammenhang von motorischen Leistungen, exekutiven Funktionen und Schulleistungen bei Kindern mit Risiko für motorische Entwicklungsstörungen (MEX-Projekt)

    Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Schneider und PD Dr. Eva Michel
    Projektmitarbeiterin: Dipl.-Psych. Sabine Molitor
    Fördernde Organisation: DFG
    Projektlaufzeit: 2013-2018

    In der dreijährigen Längsschnittstudie wird die motorische und kognitive Entwicklung von Kindergarten- und Grundschulkindern mit und ohne Risiko für motorische Entwicklungsstörungen (UEMF) untersucht. Ziele sind die genaue Analyse der Entwicklungspfade und die Untersuchung möglicher Entwicklungsauffälligkeiten im Bereich motorische Koordination und Arbeitsgedächtnis/exekutive Funktionen. Nach der Einschulung werden zusätzlich Schulleistungen erhoben, um mögliche Prädiktoren schulischer Probleme bei Kindern mit Risiko für UEMF zu identifizieren.


    Experimentelle und längsschnittliche Untersuchung der Effekte von Sprachinterventionen im Vorschulalter bei Kindern mit einem Risiko für die Entwicklung schulischer Leistungsprobleme

    Projektleitung: PD Dr. Sebastian Suggate (Universität Regensburg) und Prof. Dr. Wolfgang Lenhard
    Projektmitarbeiter (Würzburg): Jan Lenhart, M.Sc.
    Fördernde Organisation: DFG
    Projektlaufzeit: 2015-2018

    Die vorschulische Förderung sprachlicher Fertigkeiten ist ein wichtiger Ansatz zur Kompensation von Bildungsbenachteiligungen, jedoch besteht auf diesem Gebiet ein großes Defizit experimenteller, längsschnittlicher Forschung. Darüber hinaus ist unklar, ob eher die Förderung eng umgrenzter Fähigkeitskomplexe (z. B. phonologische Bewusstheit) oder weitreichender Kompetenzen (z. B. Wortschatz) zielführend ist. Aus diesem Grund führen wir Experimente durch, um optimale Fördersettings einer dialogisch ausgerichteten vorschulischen Förderung zu ermitteln. Daran knüpft eine Längsschnittstudie bei 4- bis 6-jährigen Kindern an, deren Ziel ein Vergleich der Effekte verschiedener Förderansätze auf die frühe Leseentwicklung ist.


    Wünschenswerte Erschwernisse in der Hochschullehre

    Projektleitung: Prof Dr. Tobias Richter und Prof. Dr. Wolfgang Lenhard
    Projektmitarbeiter: Sven Greving, M.Sc.
    Fördernde Organisation: Professional School of Education, Universität Würzburg
    Projektlaufzeit: 2017-2020

    Der Ansatz der wünschenswerten Erschwernisse geht davon aus, dass es häufig sinnvoll ist, den Lernvorgang gezielt zu erschweren, um lern- und verstehensförderliche Prozesse anzuregen. Zu den wünschenswerten Erschwernissen gehören z. B. das verteilte und das verschachtelte Lernen, das aktive Erzeugen von Informationen oder das Training des Abrufs aus dem Langzeitgedächtnis. Es ist noch wenig bekannt, unter welchen Voraussetzungen die genannten Lernsettings in der Hochschullehre erfolgreich eingesetzt werden können. Im Projekt soll eine Reihe experimenteller Studien durchgeführt werden, die die Effektivität und die Wirkungsweise wünschenswerter Erschwernisse in der Lehramtsausbildung untersuchen.


    Assessment und Training von Scientific Literacy (ASTRALITE)

    Projektleitung: Prof. Dr. Tobias Richter (Universität Würzburg), Dr. Sebastian Schmid und Prof. Dr. Klaus-Peter Wild (beide Universität Regensburg)
    Projektmitarbeiter (Würzburg): Dr. Hannes Münchow
    Fördernde Organisation: BMBF
    Projektlaufzeit: 2016-2019

    Das Projekt untersucht Kompetenzen Studierender im Umgang mit wissenschaftlicher Originalliteratur. Aufbauend auf Ergebnissen eines Vorgängerprojekts werden dazu Tests zur Erfassung von epistemisch-systematischen und epistemisch-heuristischen Lesekompetenzen für unterschiedliche Studiengänge und entsprechende Trainingsansätze entwickelt und experimentell validiert. Ziel der laufenden Förderperiode ist zudem die Untersuchung der zugrunde liegenden kognitiven Prozesse mithilfe von Blickbewegungsmessungen und anderen Prozessindikatoren.


    Entwicklung eines Deutschtests und eines Rechtschreibscreenings für die Jahrgangsstufen 9 und 10

    Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Dr. Robin Segerer (Universität Basel) und PD Dr. Peter Marx
    Projektmitarbeiter (Würzburg): Jan Lenhart, M.Sc.
    Projektlaufzeit: 2016-2018

    Das Projekt zielt auf die Entwicklung eines Deutschtests für die 9. und 10. Jahrgangsstufe. Das Verfahren soll in unterschiedlichen Schulformen anwendbar sein und die Sprach-, Lese- und Schreibkompetenz im Deutschen ermitteln. Erfasst werden Basisfertigkeiten (Wortschatz, Grammatik, Lesegeschwindigkeit) und Textproduktion (Rechtschreibung, Verfassen von alltagsrelevanten Texten). Parallel dazu wird ein ökonomisches Rechtschreibscreening in Form eines Fehleridentifikationstests entwickelt und normiert.


    Vorlesen in der frühen Kindheit im Zusammenhang mit sprachlichen und sozial-emotionalen Kompetenzen

    Projektleitung: PD Dr. Frank Niklas
    Projektmitarbeiterin (Würzburg/Mainz): Dipl.-Psych. Astrid Wirth
    Fördernde Organisation: Stiftung Lesen
    Projektlaufzeit: 2017-2018

    Das Projekt untersucht die sprachliche und sozial-emotionale Kompetenzentwicklung junger Kinder (zum ersten Messzeitpunkt zwischen 2;6 und 3;6 Jahren alt) längsschnittlich über den Verlauf eines Jahres. Der Fokus liegt dabei auf dem Einfluss der familiären Lernumwelt und insbesondere des Vorlesens auf die kindlichen Kompetenzen. Erfasst werden frühe sprachliche Fähigkeiten mit dem „Sprachentwicklungstest für dreijährige Kinder“ (SETK) sowie sozial-emotionale Kompetenzen der Kinder über die Befragung der Erzieherinnen. Daneben werden auch die „Erzähl- und Lesekompetenzen“ (EuLe) der Kinder erhoben sowie das Lesevolumen in der Familie (TRT-VS) und generelle Aspekte der familiären Lernumwelt über Elternfragebögen erfragt. Bislang existieren für solch eine junge Stichprobe nur wenige Untersuchungen zur Thematik. Ziel der Studie ist es deshalb, die Zusammenhänge zwischen den Variablen und deren Entwicklung zu untersuchen sowie neue Untersuchungsmethoden zu analysieren und zu validieren.

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