Metakognitives Wissen und bereichsspezifisches Vorwissen bei Schülern der Sekundarstufe: Eine Längsschnittstudie zur Erfassung der Relation beider Wissenskomponenten im Entwicklungsverlauf

 

Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Schneider & Prof. Dr. Cordula Artelt

Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dipl.-Psych. Nora Neuenhaus & Klaus Lingel

Mit dem Ziel, das Zusammenwirken von bereichsspezifischem Vorwissen bezogen auf die Inhaltsbereiche Deutsch, Englisch und Mathematik und allgemeinem metakognitiven Wissen im Entwicklungsverlauf zu untersuchen, wird eine Längsschnittstudie mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe geplant. An den beiden Standorten Bamberg und Würzburg werden jeweils ca. 300 Probanden (davon pro Standort etwa 100 von Gymnasien, Real- und Hauptschulen) zu Beginn des 5. Schuljahres rekrutiert. Zu diesem Zeitpunkt soll die Lernausgangslage in den Inhaltsbereichen Deutsch (Leseverständnis und -geschwindigkeit), Englisch (u.a. Hörverstehen und Leseverständnis) und Mathematik anhand von eigens konstruierten und curricular validen Testverfahren erhoben werden, wobei differentielle Lerneffekte in Abhängigkeit von der neuen Schulform zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwartet werden. Zur Erfassung des allgemeinen metakogni­tiven Wissens (bezogen auf die Anforderungsbereiche Leseverständnis/ Textverarbeitung und Mathematik) werden bestehende Instrumente für jüngere Altersbereiche ergänzt und pilotiert. Das wesentliche Ziel der längsschnittlichen Analyse besteht darin, nicht nur den relativen Einfluss interindividueller Unterschiede im bereichsspezifischen Vorwissen, der Intelligenz und im allgemeinen metakognitiven Wissen auf die schulischen Leistungen in den Bereichen Deutsch, Englisch und Mathematik zu erfassen, sondern auch die Relevanz intraindividueller Veränderungen im Vorwissen und im metakognitiven Wissen für den jeweiligen Leistungsfort­schritt in den untersuchten Fächern herauszuarbeiten. Es wird davon ausgegangen, dass Fortschritte sowohl in basalen fächerübergreifenden Kompetenzen als auch im Domänenwissen schulische Leistungsverbesserungen erklären können, wobei mit zunehmendem Alter der Schüler und zunehmender Erfahrung in den jeweiligen Domänen der relative Einfluss von Domänenwissen gegenüber den übergreifenden Kompetenzen zunehmen sollte.

 

 


Metacognitive knowledge and domain-specific prior knowledge among secondary school students: A longitudinal study to assess the developmental trajectories between these knowledge components.

 

Applicants: Schneider, Wolfgang & Artelt, Cordula

Co-Workers: Lingel, Klaus & Neuenhaus, Nora

 

To assess the developmental dynamics between domain-specific prior knowledge (in the domain of German, English and mathematics) and metacognitive knowledge in secondary school students, a longitudinal study was planned. A sample of approximately 600 Bavarian pupils, equally covering all mayor academic tracks, will be tested in intervals of approximately 9 months beginning in the first weeks of grade five.

The assessment of domain specific knowledge (competence in German, English, and mathematics) will take into account requirements of longitudinal assessment by linking instruments over time. The instruments will also be representing class level and subject specific curricular.

For the assessment of meta-cognitive knowledge (regarding text comprehension, English and mathematics), existing instruments will be advanced, modified and finally piloted to cover the age specific competences adequately.

The main objective of this longitudinal study is twofold. First, we intend to investigate inter-individual differences in domain-specific prior knowledge, intelligence, and metacognitive knowledge and their impact on student’s achievements in the subjects of German, English and mathematics. Second, we intend to investigate the relevance of intra-individual changes in prior knowledge and metacognitive knowledge on student’s achievements in the same three subject domains We assume that achievement gains are determined by general competencies (such as metacognitive knowledge) as well as by domain specific prior knowledge (competencies in German, English, and mathematics). In the course of time we expect a declining influence of general components because pupils become increasingly experienced and knowledgeable in the domain specific fields.